Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen

Gut gerüstet in die Zukunft

  „Haus Greefsgarten“ präsentiert sich nach mehrjähriger Umbauphase in neuem Glanz.

Noch gehören Handwerker und Baufahrzeuge zum täglichen Bild im Umfeld des „Haus Greefsgarten“, Seniorenzentrum der Ev. Kirchengemeinde Viersen. Allerdings gelten die Restarbeiten fast nur noch dem Außenbereich rund um den Gebäudekomplex an der Ringstraße mit dem Innenhof, den Parkplätzen und einem Rundweg mit Sitzgelegenheiten und dazugehörigen Tafeln mit Liedtexten des bekannten evangelischen Theologen Paul Gerhardt (1607 – 1676).

Drinnen im Seniorenzentrum ist es dagegen längst ruhig und entspannt geworden. Die Geschäftigkeit und die damit unvermeidlichen Beeinträchtigungen durch die Bautätigkeit der letzten Jahre gehören seit Ende 2019 endlich der Vergangenheit an. Ein langer Weg, der zum einen dringend nötig war und zum anderen zu einem Ergebnis geführt hat, das sich nicht nur sehen lassen kann, sondern auch, erfreulicherweise, sowohl im zeitlichen als auch im finanziell geplanten Rahmen geblieben ist.

Eine logistische Leistung, auf die das Seniorenzentrum der Ev. Kirchengemeinde Viersen stolz ist. Geschäftsführer Martin Stoof betont, dass dieser gelungene „Kraftakt“ besonders der guten Begleitung und der, über die letzten Jahre hinweg konstant engagierten, ehrenamtlichen Tätigkeit eines Bauauschusses zu verdanken ist.

Begonnen hatte alles mit einer neuen Gesetzeslage im Jahr 2003. Ein geändertes Anforderungsprofil besagte, dass innerhalb der darauffolgenden 15 Jahre mindestens 80 Prozent aller Bewohner in vollstationären Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit geboten werden muss, in Einzelzimmern zu leben. Mit damals 66 von 146 Bewohnern in Doppelzimmern hatte man im „Haus Greefsgarten“ damit perspektivisch einen klaren Auftrag. Was folgte, war im Jahr 2009 eine erste Sachstandsanalyse. Hinzu kam, dass, aufgrund der sich veränderten Mobilität der Bewohner das Erreichen des Speisesaals und des Foyers nur noch bedingt möglich erschien. Mit der Realisierung von dezentralen Gemeinschaftsbereichen in allen Geschossen und Gebäudeteilen, die die Bewohner auf kurzen Wegen barrierefrei erreichen können, wurde der heutigen Bewohnerstruktur Rechnung getragen. Für Besucher erfolgt die Orientierung aus dem Foyer heraus nunmehr zu den beiden Gebäudeteilen „Stadthaus“ und „Haus am Park“.

Letztendlich forderte das etwas “in die Jahre gekommene“ Seniorenzentrum ganz allgemein auch noch in vielfältiger Weise Handlungsbedarf in Bezug auf nötige Instandhaltungen und Modernisierungen ein. Es gab also viel zu tun und wurde mit der Gründung des Bauausschusses, zügigen Vorplanungen und letztendlich mit der Stellung des Bauantrages 2015 in Angriff genommen. Nachdem mehrere Konzepte für eine Lösung der besonderen Herausforderung „Bauen im Bestand“ verworfen wurden, hatte man sich auf einen Anbau als Interimslösung verständigt. Vor fast genau vier Jahren wurde dort Richtfest gefeiert, wo nun ab Mai diesen Jahres 20 Service Wohnungen des „Haus Cordes“ bezugsfertig sind und somit einen weiteren wichtigen Baustein der vielen Kompetenzen rund um eine zeitgemäße Versorgung älterer Menschen durch den Unternehmensverbund Seniorenzentrum darstellen.

Zunächst – so das ausgeklügelte Konzept – sollte dieser Neubau aber als Ausweichquartier für Bewohnerinnen und Bewohner dienen, deren Wohnbereiche im „Haus Greefsgarten“ in der Umbauphase befindlich waren.

„Zugegeben: eine anstrengende und aufregende Zeit für uns, die nun endlich ein Ende gefunden hat“, sagt Martin Stoof und ist Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern gleichermaßen sehr dankbar, dass das alle gemeinsam mit so viel Verständnis, Durchhaltevermögen, größerem Arbeitsaufwand und Flexibilität getragen und ertragen haben.

Und jetzt kann das Ergebnis sich wirklich sehen lassen. „Haus Greefsgarten“ ist funktional, optisch und – ganz wichtig – energetisch auf dem neuesten Stand. So wurden zum Beispiel alle Fenster mit Dreifachverglasung erneuert, rundum eine neue Dämmung des Gebäudes aufgebracht, die Dächer entweder ganz neu aufgesetzt oder mit einer neuen Dachhaut versehen, ein Blockheizkraftwerk für das Seniorenzentrum, bzw. eine Pelletheizung für das „Haus Cordes“ installiert.

Natürlich wurde auch der nötige Platz für weitere Bewohnerzimmer gewonnen, denn es ist bei einer Belegungszahl von 146 Bewohnern geblieben, die sich nun auf 118 Einzel- und 14 Doppelzimmer verteilt.

Alle An- und Umbauinvestitionen wurden von der Ev. Kirchengemeinde getragen. Aber auch das Seniorenzentrum selbst hat noch einmal tief in die Tasche gegriffen, um alles für die Seniorinnen und Senioren mit vielen Elementen für den richtigen, neuen Wohlfühlfaktor zu ergänzen.

So wurde etwa das Mobiliar komplett erneuert. Dem Besucher fällt es gleich beim Betreten des Foyers ins Auge: Eigentlich ist alles neu und das setzt sich so auch in den Wohnbereichen und Zimmern fort. Zusätzlich wird nun noch im Laufe des Jahres am wohnlichen Ambiente geschliffen – so sollen etwa sogenannte „Themenzimmer“ für die Bewohner entstehen, die ihnen viele neue Aktivitäten und die Möglichkeit zu schönen Erinnerungen garantieren.

Apropos Foyer: Das riesengroße Herzstück der Einrichtung, konnte nicht nur erhalten bleiben, es erstrahlt auch, noch einladender als zuvor, in nagelneuem Glanz.

Im April wird das Foyer nun auch Schauplatz des offiziellen Festaktes sein, in dessen Rahmen „Haus Greefsgarten“ und „Haus Cordes“ symbolisch nach Fertigstellung ihrer Bestimmung übergeben werden. Weitere Feste für Bewohner und Mitarbeiter folgen noch in diesem Jahr, denn an der Ringstraße gibt es allen Grund zu feiern: Die Mühen der letzten Jahre sind überstanden, alles ist wunderbar geworden und „Haus Greefsgarten“ ist zukunftsfest für den diakonischen Auftrag gerüstet.

Im „Haus Cordes“ Service Wohnen stehen noch einige Wohnungen zwischen etwa 40 und 55 Quadratmetern zur Vermietung bereit. Informationen gibt es unter www.service-wohnen-viersen.de oder telefonisch unter 0160/1588655.