Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen

Podiumsdiskussion Demenz in Viersen | Haus Greefsgarten

Mitten im Leben – Demenz: Zwischen Erleben und Vergessen

Demenz verändert das Leben – das der Betroffenen ebenso wie das ihrer Angehörigen und der Menschen, die sie begleiten. Unter dem Titel „Mitten im Leben – Demenz: Zwischen Erleben und Vergessen lud das „Haus Greefsgarten“ des Seniorenzentrums der Ev. Kirchengemeinde Viersen im Rahmen des Welt-Alzheimertages zu einer Podiumsdiskussion ein.

Dabei wurde schnell deutlich, wie viele unterschiedliche Seiten das Thema Demenz hat. Persönliche Erfahrungen, Beratung und Seelsorge, rechtliche Fragen und die Perspektive einer vollstationären Pflegeeinrichtung kamen an diesem Abend zusammen.

Vier Perspektiven auf dem Podium

Moderator Frank Schiffers führte durch die Podiumsdiskussion und brachte vier ganz unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch.

Annedore Lennartz, ehrenamtliche Demenzberaterin, Prädikantin und (Notfall-)Seelsorgerin, berichtete aus ihrer Erfahrung in der Beratung und Begleitung.

Dr. Oliver Gehse, Notar, brachte die rechtliche Perspektive ein und richtete den Blick auf Fragen der Vorsorge und darauf, wie wichtig es sein kann, persönliche Angelegenheiten rechtzeitig zu regeln.

Besonders nah am unmittelbaren Erleben einer Demenzerkrankung war die Perspektive von Heidi Sperling. Als Angehörige einer Betroffenen konnte sie von Erfahrungen berichten, die sich nicht aus einem Lehrbuch vermitteln lassen: von Veränderungen im gemeinsamen Alltag und davon, was die Erkrankung auch für die Menschen im unmittelbaren Umfeld bedeutet.

Ünal Öztürk, Geschäftsführer des Seniorenzentrums der Ev. Kirchengemeinde Viersen, ergänzte die Runde aus Sicht einer Pflegeeinrichtung. Im „Haus Greefsgarten“ gehört die Begleitung demenziell veränderter Menschen zum täglichen Leben.

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Zwischen Erleben und Vergessen

Gerade das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Blickwinkel machte den besonderen Charakter der Podiumsdiskussion aus.

Denn Demenz ist weit mehr als Vergessen. Die Erkrankung kann vertraute Abläufe und Beziehungen verändern und stellt Betroffene wie Angehörige vor immer neue Herausforderungen. Gleichzeitig bleiben Bedürfnisse nach Nähe, Sicherheit, Wertschätzung und Zugehörigkeit bestehen.

Der Veranstaltungstitel „Mitten im Leben“ setzte deshalb ganz bewusst einen Gegenakzent zum Thema Vergessen: Auch mit einer Demenzerkrankung bleiben Menschen Teil des Lebens und der Gemeinschaft.

Raum für persönlichen Austausch

Nach dem Ende der Podiumsdiskussion klang die Veranstaltung bei einem gemeinsamen Suppenbuffet aus. In ungezwungener Atmosphäre bot sich den Gästen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Gedanken auszutauschen und Themen des Abends im persönlichen Gespräch weiterzuführen.

Das „Haus Greefsgarten“ bedankte sich bei den Mitwirkenden für ihre Beteiligung an der Podiumsdiskussion.

Unser herzlicher Dank gilt auch hier Annedore Lennartz, Dr. Oliver Gehse, Heidi Sperling und Ünal Öztürk für ihre unterschiedlichen Perspektiven sowie Frank Schiffers für die Moderation. Ebenso danken wir allen Gästen für ihr Interesse und ihre Teilnahme.

Wir lieben Leben!